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Das Floß der Medusa
Variationen über einen Schiffbruch

Der Bericht zweier Überlebender dieser Schiffskatastrophe inspirierte den Maler Théodore Géricault zu seinem weltberühmten Gemälde "Das Floß der Medusa" (Louvre), in dem er die verzweifelte Situation der Schiffbrüchigen, die sich auf ein provisorisch zusammengezimmertes Floß retten konnten, festhielt. Dieses Gemälde wurde ungeachtet seines historischen Hintergrundes schon von den Zeitgenossen Gericaults immer auch als Gleichnis aufgefasst: ein Vexierbild zwischen dokumentarischer Inszenierung und mahnender Allegorie.

150 Menschen in drangvoller Enge, in permanenter Lebensgefahr zunehmend dem Wahnsinn verfallend, in jeder Sekunde die vermeintlich oder tatsächlich notwendige Entscheidung auf Leben und Tod treffend: Ich oder Du? Sterben oder Morden? Wie können wir uns dieser Situation annähern?

Wir lassen u.a. zwei Ratten erzählen, wie sie dem sinkenden Schiff entkamen; wir nähern uns dem Erleben der Menschen auf dem Floß in tänzerischen Sequenzen; wir lassen zwei eloquente Seminarleiter-Typen an ihren Rationalisierungs- und Objektivierungsversuchen scheitern; wir versuchen zu Ende zu denken...

200 Jahre nach den historischen Ereignissen wird die Geschichte eines Schiffbruchs vor der Küste Afrikas zu einem Zerrspiegel der aktuellen menschlichen Katastrophen vor der Küste und im Inneren Europas.

 

von und mit: Kian Pourian und Noa Wessel 

Ausstattung: Fabian Wessel

 

Spieldauer: ca. 60 Minuten

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