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16+

Content Note: das Stück behandelt u.a.

Kindheitstrauma/Retraumatisierung, Gewalt, Suizid

„Time is a funny thing […] it repeats itself. Over and over, with the only everlasting truth: 
Ich bin einsam, ich bin allein, ich brauche dich.“

So leitet Clara, Erzählerin und Strippenzieherin des Abends die Suche in der Vergangenheit ihres Verlobten Nathanael ein. 


Die Geschichten vom Sandmann mit seinem Sack voll Kinderaugen, die alchemistischen Experimente des Vaters, die nächtlichen Besuche des Advokaten Coppelius, dieses wiederkehrende Trauma. 
„Sein Blick!“ – immer dieser Blick, der sich nach und nach verschiebt, sie nicht mehr zu erkennen scheint und sich in Männer-Fantasien verfängt.


Auf der Suche nach Antworten setzt Clara in ihrem Erzähl-Labor Fragmente aus Nathanaels Vergangenheit zusammen. Sie wirft ihr Gegenüber, den Automaten in Menschengestalt, die scheinbar leblose Puppe im Whitecube ihrer Erzählung, in immer neue Erinnerungs-schleifen. 


Dicht an Hoffmanns Original entsteht so eine heutige Auseinander-setzung zwischen Mensch und Maschine. Das Kindheitstrauma wird zum Motor einer verzweifelten Flucht vor der Einsamkeit und endet schließlich bei der schönen Olimpia – eben jenem Automaten in den Nathanael sich verliebt. Eben jener Puppe, dem KI-Girlfriend, das ihn in den Wahnsinn und darüber hinaus treibt. 


Wie schauen wir heute, über 200 Jahre nach Nathanaels Geschichte auf das künstliche Leben, die künstliche Intelligenz? Woher kommt der Wunsch ein menschliches Ebenbild zu schaffen? Und wer ist am Ende das Monster? 


es spielen: Toni Maercklin und Noa Wessel

Regie und Textfassung: Levi Wessel
Musik: Matti Weber

Videodesign: Jonas Vietzke

Bühne und Technik: Fabian Wessel


Altersempfehlung: ab 16 Jahre
Dauer: ca. 75 Minuten
 

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